Was ist eine Vollfinanzierung?
Von einer Vollfinanzierung spricht man, wenn der gesamte Kaufpreis einer Immobilie (100%-Finanzierung) oder sogar der Kaufpreis inklusive der Kaufnebenkosten (110%-Finanzierung) über einen Kredit finanziert wird. Der Käufer bringt in diesem Fall kein oder nur sehr wenig eigenes Kapital in die Finanzierung ein.
100%-Finanzierung
Der reine Kaufpreis der Immobilie wird finanziert. Die Nebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar, Makler) werden aus Eigenkapital bezahlt. (Ca. 10–12% des Kaufpreises benötigt).
110%-Finanzierung
Sowohl der Kaufpreis als auch alle anfallenden Nebenkosten werden von der Bank finanziert. Echtes Bauen/Kaufen komplett ohne Eigenkapital.
Voraussetzungen für eine Vollfinanzierung
Banken gehen bei Vollfinanzierungen ein höheres Risiko ein. Daher sind die Anforderungen an den Kreditnehmer sehr streng:
- Exzellentes Einkommen: Ein hohes, sicheres und unbefristetes Nettoeinkommen ist absolute Grundvoraussetzung.
- Einwandfreie Schufa: Ihre Bonität muss makellos sein.
- Wertige Immobilie: Die Immobilie darf nicht überteuert sein. Der reale Marktwert muss den Kaufpreis rechtfertigen.
- Guter Standort: Immobilien in wirtschaftlich starken Regionen wie Rosenheim und dem oberbayerischen Umland werden von Banken bevorzugt.
Risiken und Nachteile
Das fehlende Eigenkapital lassen sich Banken in Form eines Zinsaufschlags bezahlen. Ihre monatliche Rate ist somit spürbar höher als bei einer Finanzierung mit beispielsweise 20% Eigenkapital. Zudem dauert die Entschuldung länger, weshalb eine höhere anfängliche Tilgung (oft 2% bis 3% als Minimum gefordert) zwingend notwendig ist.
Fazit
Eine Vollfinanzierung ist möglich, aber nicht für jeden geeignet. Wenn Sie über ein sehr gutes Einkommen verfügen und die richtige Immobilie gefunden haben, kann sie der Weg in die eigenen vier Wände sein. Lassen Sie uns in einem persönlichen Gespräch in Bad Aibling, Rosenheim oder per Video unverbindlich prüfen, ob dieses Modell für Sie in Frage kommt.
